Jagdbekleidung für den Herbst: Leise, trocken & getarnt
Welcher Jäger kennt es nicht? Oktober, kurz vor Sonnenaufgang, der Nebel hängt noch über der Wiese, das Laub ist nass, und genau dann zieht das Reh aus der Deckung. Die Jagdzeiten sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt, doch für viele von euch beginnt jetzt die intensivste Zeit des Jagdjahres: Niederjagd, Rehwild, Bewegungsjagden und lange Stunden auf dem Ansitz.
Und ihr kennt auch die Momente, in denen es nicht klappt: Die Jacke raschelt beim ersten Schritt, der Kragen riecht nach Waschmittel, und nach einer Stunde im Regen ist die Hose durch. Oder auf dem Ansitz kriecht die Kälte langsam hoch, bis ihr auf dem Hochsitz hin und her rutscht und früher abbrecht, als euch lieb ist.
Rehe sind ausgesprochen geruchsorientierte Tiere und nehmen Geräusche und Bewegungen hervorragend wahr. Da verzeiht die Herbstjagd wenig. Darum lohnt sich ein genauer Blick auf eure Jagdbekleidung für den Herbst. In diesem Beitrag zeigen wir euch, wie Wild euch wahrnimmt und worauf es ankommt: Wetterschutz, Layering, leise Materialien und Tarnung. Und warum wir deswegen ausgerechnet Deerhunter bei uns im Sortiment haben.
Wie Wild euch wahrnimmt: Nase, Ohren & Augen
Wer versteht, wie Rehwild seine Umgebung wahrnimmt, versteht auch, warum gute Jagdbekleidung im Herbst so viel ausmacht.
– Die Nase: Rehe orientieren sich stark am Geruch und nehmen Duftsignale über weite Distanzen wahr.
– Die Ohren: Rehe erkennen Gefahren hervorragend über das Gehör. Wild kann fremde Laute gut von natürlichen Geräuschen unterscheiden, ein kratzender Stoff fällt also eher auf.
– Die Augen: Durch die seitlich liegenden Augen nehmen Rehe Bewegungen rundherum wahr, ohne den Kopf zu drehen. Farben sehen sie dagegen anders als wir: Reh und Wildschwein sind Dichromaten, Rot- und Orangetöne wirken für sie längst nicht so auffällig wie für uns.
Eine gute Tarnung ist trotzdem wichtig, denn sie löst eure Kontur auf und lässt euch mit der Umgebung verschmelzen. Die Reihenfolge ist dennoch klar: Geruch und Bewegung verraten euch schneller als die Farbe eurer Jacke.
Geruchlos auf der Pirsch: Was wirklich hilft
Den eigenen Geruch ganz loszuwerden, schafft niemand. Aber ihr könnt ihn deutlich reduzieren und dafür sorgen, dass er nicht dort ankommt, wo das Wild steht.
1. Mit dem Wind jagen. Pirscht immer gegen den Wind oder zumindest seitlich versetzt zum Wild. Neben der Windrichtung spielt auch die Thermik eine Rolle.
2. Kleidung geruchsneutral pflegen. Wascht eure Jagdbekleidung mit geruchsneutralem Waschmittel und verzichtet auf duftende Produkte. Auch starke Parfums und Aftershaves bleiben am Jagdtag besser im Schrank.
3. Geruchsbinder gezielt einsetzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu speziellen Geruchsbindern oder zu Kleidung mit Aktivkohle.
Gut zu wissen: Aufheller im Waschmittel
Viele Waschmittel enthalten optische Aufheller. Sie lassen Stoffe für unser Auge strahlender wirken, reagieren aber im UV-Bereich. Untersuchungen an nordamerikanischen Weisswedelhirschen zeigen, dass diese Tiere kurzwelliges Licht wahrnehmen können. In diesem Licht kann mit Aufhellern behandelte Kleidung auffällig hell erscheinen. Für eure Jagdbekleidung heisst das: Waschmittel ohne Aufheller verwenden.
Regen & Kälte: Jagdbekleidung im Herbst, die dem Wetter standhält
Im Oktober und November wechseln Nieselregen, Nebel und die ersten Frostnächte oft im Tagesrhythmus. Gute Jagdbekleidung für den Herbst muss darum drei Dinge gleichzeitig können: dicht halten, warm halten und Feuchtigkeit nach aussen lassen.
Regenbekleidung
Entscheidend ist eine Membran, die wasserdicht und atmungsaktiv ist. Deerhunter setzt dafür unter anderem auf die Deer-Tex Membran. Weil alle Nähte verschweisst sind, ist sie laut Hersteller 100 Prozent wasserdicht. Da sie lose eingearbeitet ist, eignet sie sich besonders für Produkte, bei denen es auf Geräuschlosigkeit ankommt, etwa auf der Pirsch. Die Deerhunter Hurricane Regenjacke oder die Deerhunter Hurricane Überziehhose sind beispielsweise zwei gute Optionen für regnerische Tage auf der Pirsch.
Winterbekleidung
Auf dem Ansitz bewegt ihr euch kaum, oft über Stunden. Hier zählen eine gute Isolation, winddichte Aussenstoffe und die kleinen Dinge, die schnell vergessen gehen: Mütze, Handschuhe und bei Bedarf Wärmepads. Winterjacken wie die Deerhunter Eagle Winterjacke oder für Jägerinnen die Deerhunter Lady Eagle Winterjacke findet ihr in unserem Shop.
Layering: Jagdbekleidung im Herbst nach dem Zwiebelprinzip
Wer zum Hochsitz marschiert, kommt ins Schwitzen, und wer dort zwei Stunden still sitzt, kühlt aus. Die Lösung heisst Layering, also mehrere Schichten, die ihr je nach Situation kombiniert.
1. Basisschicht. Funktionsunterwäsche aus Merinowolle oder leistungsfähigen Synthetikfasern liegt direkt auf der Haut und transportiert Feuchtigkeit ab.
2. Isolationsschicht. Ein Fleece- oder Strickpullover speichert die Wärme und lässt sich schnell an- oder ausziehen.
3. Wetterschutz. Eine Jagdjacke mit atmungsaktiver Membran hält Wind, Regen und Schnee ab und lässt Feuchtigkeit trotzdem entweichen.
Der Trick liegt im Timing: Lauft mit weniger Schichten los, damit ihr unterwegs nicht überhitzt, und zieht die wärmenden Schichten erst am Ansitz an.
Leise & getarnt: Geräuscharme Jagdbekleidung und Tarnung für den Herbst
Geräuscharme Jagdbekleidung
Auf der Pirsch hört ihr jeden Ast, das Wild hört eure Jacke. Leise Jagdbekleidung erkennt ihr an ein paar Merkmalen:
– Weiche Oberstoffe: Ein softer Griff reduziert Raschelgeräusche, harte und glatte Oberflächen sind lauter
– Durchdachter Schnitt: Vorgeformte Partien und Stretchzonen sorgen dafür, dass der Stoff beim Gehen, Knien und Anschlagen weniger spannt und reibt.
– Ruhige Details: Verdeckte oder leise laufende Reissverschlüsse an den Taschen verhindern unnötige Geräusche.
Dazu gehört auch das eigene Verhalten: langsam und gleichmässig bewegen und auf den Untergrund achten. Trockenes Laub, Äste und Kies verraten euch genauso wie ein lauter Stoff.
Tarnung bei Jagdbekleidung
Bewegung ist der grösste Verräter, gleich danach kommt die menschliche Kontur. Tarnmuster helfen, diese Kontur aufzulösen. Auf grössere Distanz wirken grossflächige, kontrastreiche Muster am besten, feine Muster verschmelzen aus der Ferne zu einem dunklen Block. Unterschätzt auch die Hände nicht: Unbedeckt fallen sie besonders auf. Handschuhe und eine Gesichtsmaske schaffen hier Abhilfe.
Gut zu wissen: Warum Signalorange kein Widerspruch ist
Bei Bewegungs- und Treibjagden tragen Jäger und Treiber aus Sicherheitsgründen oft Signalfarbe, etwa ein oranges Hutband oder eine Weste. Das kostet weniger Tarnung, als man denkt: Weil Wild Farben anders sieht, nimmt es Signalorange deutlich schlechter wahr als der Mensch. Für die anderen Jagdteilnehmer seid ihr dagegen gut sichtbar. Welche Vorgaben gelten, klärt ihr mit eurer Jagdleitung und den Vorschriften eures Kantons.
Nachhaltig eingekleidet: Jagdbekleidung von wederundgut
Gute Jagdbekleidung soll viele Saisons halten und unter fairen Bedingungen entstehen.
wederundgut ist nach STeP by OEKO-TEX zertifiziert. Das Label steht für nachhaltige Prozesse in der textilen Produktion und prüft unter anderem Chemikalienmanagement, Umweltleistung, soziale Verantwortung und Arbeitssicherheit.
Zusätzlich verpflichten wir alle unsere Lieferanten und Produzenten, den Verhaltenskodex für Lieferanten von STeP by OEKO-TEX zu unterzeichnen und einzuhalten. Unseren CO2-Fussabdruck kompensieren wir bei myclimate. Mehr dazu erfahrt ihr unter Verantwortung und Nachhaltigkeit.
Bei der Jagdbekleidung führen wir Deerhunter, die dänische Marke für funktionelle Jagd- und Outdoorbekleidung. Die Produkte sind auf den Einsatz draussen ausgelegt: wind- und wasserdicht und an die Umgebung angepasst, in der ihr jagt.
Fazit: Gut vorbereitet in die Hauptsaison
Die Herbstjagd verzeiht wenig. Wer den Wind im Blick hat, leise und geruchsneutral unterwegs ist und dank Zwiebelprinzip weder schwitzt noch friert, hat die besten Chancen, dass der Anblick nicht bei einem Rascheln endet. Die richtige Jagdbekleidung für den Herbst ist dafür die Grundlage.
Lieber anprobieren und beraten lassen? Wir freuen uns auf eure Kontaktanfrage über unsere Kontaktseite – oder einfach den Hörer in die Hand nehmen oder uns schreiben:
info@wederundgut.ch
+41 43 499 59 59






