Arbeit bei Hitze: Darauf solltest du an heissen Tagen auf dem Bau & im Büro achten
Extrembedingungen – wie etwa ab 35 Grad am Arbeitsplatz – sind jedoch nicht nur anstrengend, sondern stellen ein erhebliches Sicherheits- und Gesundheitsrisiko dar.
Bei starker Hitze am Arbeitsplatz sinkt die Konzentrationsfähigkeit drastisch, die Reaktionszeit verlängert sich und das Risiko für Arbeitsunfälle steigt nachweislich an. Deshalb ist es umso wichtiger, zum Beispiel auf ausreichend Wasser, die richtige Arbeitskleidung und Sonnenschutz zu achten.
Damit Sie und Ihr Team auch an extrem heissen Tagen einen kühlen Kopf bewahren, sicher durch den Tag kommen und voll leistungsfähig bleiben, haben wir die wichtigsten Tipps für die Arbeit bei Hitze und die beste Auswahl an Sommer-Arbeitskleidung zusammengestellt.
Gefahren & Risiken: Was bedeutet Hitze auf dem Bau für den Körper?
Um die richtigen Schutzmassnahmen zu ergreifen, lohnt sich ein Blick auf die Biologie. Der Körper kühlt sich primär durch das Schwitzen ab: Verdunstet der Schweiss auf der Haut, entsteht die sogenannte Verdunstungskälte. Damit dieser Mechanismus funktioniert, muss das Herz-Kreislauf-System jedoch deutlich mehr Blut in die hautnahen Gefässe pumpen.
Wer die Arbeit im Sommer ohne ausreichende Schutzkleidung und Pausen verrichtet, setzt sich bei extremer Hitze am Arbeitsplatz ernsthaften gesundheitlichen Risiken aus:
– Hitzekrämpfe: Schmerzhafte Muskelkrämpfe, die durch den hohen Verlust von Elektrolyten (Mineralstoffen) über den Schweiss entstehen.
– Hitzeerschöpfung: Ein starker Flüssigkeitsverlust führt zu Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit und extremer Müdigkeit.
– Hitzschlag: Ein lebensbedrohlicher Notfall! Die körpereigene Thermoregulation versagt komplett, die Körpertemperatur steigt rasch an.
Gut zu wissen: Extrembelastung ab 35 Grad am Arbeitsplatz
3 goldene Verhaltensregeln für Arbeit bei Hitze auf dem Bau & im Büro
1. Richtig trinken: Warten Sie nicht erst auf den Durst!
Bei der Arbeit bei hohen Temperaturen verliert der Körper bei schwerer schweisstreibender Arbeit bis zu einen Liter Flüssigkeit pro Stunde. Wer erst greift, wenn sich der Durst meldet, befindet sich bereits im Flüssigkeitsdefizit.
Trinkmenge: Trinken Sie mindestens 3 bis 4 Liter Flüssigkeit gleichmässig über den Arbeitstag verteilt.
Die besten Getränke: Leitungswasser, mineralstoffreiches Mineralwasser oder ungesüsste Kräutertees.
Achtung bei Eiswasser: Eiskalte Getränke meiden. Der Körper muss Energie aufwenden, um die Flüssigkeit auf Körpertemperatur zu erwärmen – das regt das Schwitzen nur noch mehr an.
2. Konsequenter UV-Schutz: Haut, Augen & Textilien schützen
Die ultraviolette Strahlung (UVA und UVB) ist bei der Arbeit im Freien bei Hitze extrem hoch. Besonders gefährdet sind die sogenannten „Sonnenterrassen“ des Körpers: Nase, Ohren, Nacken, Schultern und Unterarme.
Sonnenschutzmittel: Nutzen Sie wasser- und schweisssichere Sonnencreme, idealerweise mit Lichtschutzfaktor (LSF) 50.
Augenschutz: Die Augen werden oft vergessen. Eine zertifizierte UV-Schutzbrille schützt nicht nur vor Staub und Splittern, sondern bewahrt die Netzhaut vor langfristigen UV-Schäden.
Spezielle Workwear mit UV-Schutz: Sonnencreme schützt zwar unbedeckte Hautstellen, verliert aber durch starkes Schwitzen mit der Zeit an Wirkung. Setzen Sie deshalb auf Arbeitskleidung mit integriertem UV-Schutz.
3. Die richtige Workwear für die Arbeit im Sommer
Klassische, schwere Baumwollkleidung eignet sich kaum gegen die Hitze am Arbeitsplatz. Baumwolle saugt den Schweiss zwar auf, gibt ihn aber extrem langsam wieder ab. Die Folge: Das Shirt wird schwer, klebt auf der Haut und verhindert die natürliche Kühlung. Modernes Textilmanagement setzt deshalb auf atmungsaktive Sommer-Arbeitskleidung aus Funktionsfasern.
Verantwortung & Fürsorgepflicht: Was Arbeitgeber bei Hitze tun können
Gesundheitsschutz ist Chefsache! Vorgesetzte und Firmen sollten die Mitarbeitenden vor Extremwetter und gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz schützen. Wer vorausschauend plant, schützt nicht nur die Gesundheit des Teams, sondern verhindert auch hitzebedingte Personalausfälle.
Organisatorische Massnahmen auf der Baustelle
- Arbeitszeiten anpassen: Verlegen Sie körperlich schwere Arbeiten nach Möglichkeit in die kühleren Morgenstunden.
- Schattenbereiche schaffen: Richten Sie auf dem Areal überdachte oder schattige Pausenplätze ein (z. B. durch Sonnensegel oder mobile Pavillons).
- Zusätzliche Hitzepausen: Gewähren Sie dem Team bei extremen Temperaturen kurze, regelmässige Erholungspausen im Schatten.
- Kostenlose Getränke & Sonnenschutz: Stellen Sie kühles Wasser, Mineralgetränke sowie Grosspackungen LSF-50-Sonnencreme direkt auf der Baustelle bereit.
Für die richtige Sommer-Workwear sorgen
Der wichtigste Hebel im Arbeitsschutz für den Sommer ist die Bekleidung. Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass ihre Mitarbeitenden nicht in schwerer Ganzjahres-Workwear schwitzen müssen.
Bereitstellung von Sommer-Arbeitskleidung: Rüstet die Mannschaft mit leichter, hochgradig atmungsaktiver Sommer-Arbeitskleidung aus. Von UV-Schutz-Shirts über elastische Shorts bis hin zu belüfteten Warnschutz-Kleidung.
Zusatzausrüstung für Extremlagen: Produkte wie ein kühlender Helm-Nackenschutz, Kühlwesten oder kühlende Nackenbänder sollten bei Arbeiten in praller Sonne zur Standardausrüstung gehören.
Einheitlicher Firmenauftritt: Auch im Sommer muss der professionelle Auftritt nicht leiden. Arbeitgeber können leichte Sommer-Polos oder T-Shirts direkt mit dem Firmenlogo besticken oder bedrucken lassen. Das sorgt für einen kühlen Kopf und ein starkes Wir-Gefühl im Betrieb.
Die richtige Arbeitskleidung: Worauf kommt es bei Sommer-Workwear an?
Atmungsaktivität & Feuchtigkeitsregulierung
High-Tech-Funktionsfasern transportieren die Feuchtigkeit von der Haut direkt an die Gewebeoberfläche, wo sie rasch verdunstet. Spezielle Mesh-Einsätze an Belüftungszonen (z. B. unter den Achseln oder in den Kniekehlen) sorgen für eine spürbare Luftzirkulation.
Maximale Beinfreiheit: Kurze Arbeitshosen & Shorts
Wo es die Sicherheitsvorschriften erlauben, machen kurze Arbeitsbekleidungen die Arbeit im Sommer deutlich angenehmer.
Leichte Warnschutzbekleidung für heisse Tage
Bei Hitze auf dem Bau gilt auf vielen Arealen strikte Warnschutzpflicht. Damit es unter den leuchtenden Farben nicht zum Hitzestau kommt, gibt es speziell entwickelte Hi-Vis-Sommerbekleidung.
Kühlung bei Extremlagen (z. B. ab 35 Grad am Arbeitsplatz)
Bild “Kühlende Arbeitskleidung im Sommer”. Über den Kopf gibt der Mensch besonders viel Wärme ab. Ein Bauhelm schützt zwar vor Unfällen, kann ohne Belüftung bei der Arbeit bei hohen Temperaturen rasch zum Hitzestau führen. Um den empfindlichen Nackenbereich vor Verbrennungen zu bewahren, empfiehlt sich spezialisiertes Kühlzubehör.
Schwitzflecken auf dem Hemd vermeiden: Tipps für Termine & Kundenkontakt
Starke Hitze am Arbeitsplatz betrifft nicht nur die Baustelle selbst, sondern auch Kundenberatungen, Termine im Aussendienst oder Bauabnahmen. Wer von der Hitze draussen direkt ins Sitzungszimmer wechselt, kennt das Problem von unschönen Schweissflecken unter den Achseln.
Die unsichtbare Lösung: Spezielle Funktions-Unterhemden schaffen hier Abhilfe. Die schweisshemmenden UNiSONO-Undershirts fangen die Feuchtigkeit im Achselbereich zuverlässig ab, bevor sie an das Oberhemd gelangt. So bewahren Sie auch bei hitzigen Verhandlungen ein trockenes und souveränes Erscheinungsbild.
Auch in der Freizeit optimal vor Hitze geschützt
Wer nach Feierabend in der Natur unterwegs ist – ob bei der Jagd, beim Wandern oder bei der Gartenarbeit –, profitiert ebenfalls von hochfunktioneller Sommerbekleidung.
Checkliste gegen Hitze auf dem Bau
Gehen Sie diese kurze Checkliste durch, bevor Sie morgen in den Arbeitstag starten:
– Flüssigkeitsvorrat: Habe ich ausreichend Wasser oder ungesüssten Tee eingepackt?
– Sonnenschutz: Ist die wasserfeste Sonnencreme (mind. LSF 30) im Rucksack oder Einsatzfahrzeug?
– Kopf- & Nackenschutz: Ist mein Bauhelm mit einem Nackenschutz ausgestattet oder eine Schirmmütze griffbereit
– Funktionskleidung mit UV-Schutz: Trage ich leichte, atmungsaktive Sommer-Workwear statt schwerer Baumwolle
– Arbeitgeber-Service: Ist das gesamte Team mit passender Sommer-Workwear & UV-Schutz ausgestattet
– Ersatzkleidung: Habe ich ein trockenes Wechselschirt für Termine oder die Pause dabei?
Fazit: Arbeit bei Hitze auf dem Bau oder im Büro
Starke Hitze auf dem Bau und fordernde Bedingungen – wie sie ab 35 Grad am Arbeitsplatz auftreten – stellen Mensch und Material vor Herausforderungen. Mit den passenden Verhaltensregeln, ausreichend Flüssigkeit und moderner, UV-geschützter Sommer-Arbeitskleidung lässt sich die körperliche Belastung bei der Arbeit bei Hitze jedoch spürbar reduzieren.
Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer hier an einem Strang ziehen, bleibt das Team auch bei hohen Temperaturen gesund, motiviert und leistungsfähig.
Rüsten Sie sich und Ihr Team rechtzeitig aus und trotzen Sie der Sommerhitze!
